Der Text beschreibt die Einladung Elohims (Gottes) zum "Hochzeitsmahl des Lammes" als Sinnbild für das Heil und das ewige Leben. Er macht deutlich, dass weltliche Dinge wie Besitz, Familie oder Bequemlichkeit diese Einladung nicht verdrängen dürfen. Gläubige werden aufgerufen, Elohim an erste Stelle zu setzen und ihren Glauben aktiv zu leben.
Einleitung
Die Entrückung der Braut des Lammes, also der Christen [1], steht unmittelbar bevor, um das Hochzeitsmahl im Himmel zu feiern. Die Gesamtheit der Gläubigen ist die "Verlobte" Yehoshua Mashiahs, im Himmel findet dann nach dem Ereignis der Entrückung die Hochzeit statt.
Was ist das Hochzeitsmahl?
Beim Hochzeitsmahl des Lammes handelt es sich um die Versammlung der entrückten Gläubigen im Himmel, wie es uns im Buch Offenbarung/ Apokalypsis, Kapitel 19, Verse 6 bis 9 beschrieben Wird:
"Und ich hörte (es) wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie eine Stimme vieler Wasser und wie eine Stimme mächtiger Donner, die sprachen: Hallelu-Yah! Denn der Herr, unser Elohim, der Allmächtige, regiert. Lasst uns fröhlich sein und frohlocken und ihm Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich vorbereitet. Und es wurde ihr gegeben, dass sie sich in feines Leinen, glänzend und rein, kleidet. Denn das feine Leinen ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig (sind) diejenigen, die zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen sind! Und er spricht zu mir: Dies sind Elohims wahre Worte."
Diejenigen, die am Hochzeitsmahl teilnehmen, sind die, deren Name im Buch des Lebens geschrieben steht. Man bekommt dort seinen Lohn, seine Belohnung für das, was man auf der Erde für den Herrn geleistet hat. Von jedem wird Rechenschaft gefordert werden, je nach den Gaben, die ihm gegeben wurden. Laut der heiligen Schrift gibt es Auszeichnungen, es werden Kronen verliehen werden.[2]
Jedes Mal, wenn uns in der Bibel von einer Einladung oder von einem gemeinsamen Essen erzählt wird, erinnert uns das an das ultimative Gastmahl bei der Hochzeit des Lammes und der Braut im Himmel . Der Herr Yehoshua wird zu uns nämlich über nichts sprechen, was er nicht selbst auf der Erde erlebt hat.
Das Gleichnis vom Gastmahl
Im Lukasevangelium 14, Verse15-24 lesen wir vom großen Abendmahl. Der Herr bringt uns hier – wie an viele anderen Stellen - die spirituellen Gegebenheiten näher, indem er uns mit den physischen Sachen konfrontiert und diese erklärt.
"Als aber einer der Feiernden dies hörte, sagte er zu ihm: Glückselig (ist), wer Brot essen wird im Reich Elohims! 16 Er sprach aber zu ihm: Ein gewisser Mensch machte ein großes Abendmahl und lud Viele ein. 17 Und er sandte seinen Sklaven zur Stunde des Abendmahls, um den Gästen zu sagen: Kommt, denn es ist schon alles bereit. 18 Aber sie fingen alle ausnahmslos an, sich zu entschuldigen. Der Erste sagte zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn besehen. Ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. 19 Und ein anderer sagte: Ich habe fünf Paar Ochsen gekauft und ich gehe, um sie zu untersuchen. Ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. 20 Und ein anderer sagte: Ich habe eine Frau geheiratet und darum kann ich nicht kommen. 21 Da kam der Sklave zurück und berichtete dies seinem Herrn und der Hausherr wurde zornig und sprach zu seinem Sklaven: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und bringe die Armen und Verstümmelten und Lahmen und Blinden hier herein. 22 Und der Sklave sagte: Herr, es ist geschehen, was du geboten hast, und es ist noch Platz. 23 Und der Herr sprach zu dem Sklaven: Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und zwinge sie, hereinzukommen, damit mein Haus voll wird. 24 Denn ich sage euch, dass nicht einer jener Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl kosten wird."
Hier lesen wir, dass es verschiedene Gründe gibt, die jemand vorgeben kann, um nicht an diesem Gastmahl teilzunehmen.
Die Ausreden
In unserem Gleichnis lehnen drei Personen die Einladung ab. "Aber sie fingen alle ausnahmslos an, sich zu entschuldigen", heißt es im Vers 18.
Der Bauch
Die erste Person müsse sich um ihren kürzlich gekauften Acker kümmern. Auf dem Feld wachsen die Pflanzen, das Getreide und die Früchte, die uns ernähren. Es ist ein Symbol für die Dinge, die wir essen. Dieser Erste konnte nicht dienen, weil ihm das Essen so wichtig war.
Den Bauch als Beweggrund für eine Ausrede hat auch die zweite Person, die Ochsen gekauft hat (Vers 19). Diese Tiere sind ein Bild für das Fleisch, das wir essen. Alles was wir verzehren, geht in die Toilette und letztendlich in die Kläranlage, egal wie gut es schmeckt oder wie exquisit es sein mag, egal wie gut sortiert der Markt oder das Kaufhaus wohl ist.
Alles, was wir auf der Erde kaufen, hat keinen bleibenden Wert, auch wenn die Qualität noch so ausgezeichnet ist. Es handelt sich um vergänglichen Wert, um vergängliches Werk.
Alles wofür wir auf der Erde arbeiten, bleibt auf der Erde, weil es nur um den Erhalt der irdischen Dinge geht. Es hat keinen bleibenden Verdienst für das Himmelreich. Irdischer Reichtum verschafft uns keinen Zutritt zum Hochzeitsmahl.
Achtung, damit kein Missverständnis entsteht: Der Herr ist einverstanden mit der irdischen Nahrung, weil sie unseren Körper erhält. Aber er legt mehr wert auf das Wort Elohims, die Nahrung für die Seele und den Geist.
Die Frau
Der Dritte an der Einladung Uninteressierte hat wegen seiner Frau abgewiesen. Ihm war die Ehe wichtiger als die Einladung des Herrn.
Zwar hat Elohim in seinem Wort gesagt, dass es nicht gut für den Menschen sei, alleine zu sein. Man darf jedoch seine Ehe niemals über die Einladung des Herrn stellen! Dieser Mensch allerdings hat das Heil wegen seiner Frau verweigert.
Wenn der Herr dich so sehr liebt, dass er dich dringend retten will, kann er dir die Frau oder den Mann auch wegnehmen, wenn du deiner Berufung wegen ihr oder ihm nicht nachkommst. Auch wenn du wegen deiner Kinder oder Eltern oder anderer Familienmitglieder nicht in deine Berufung kommst, kann der Herr sie dir wegnehmen oder dich von ihnen trennen.
Die Einladung zum Hochzeitsmahl ist der wichtigste Ruf. Falls du die Einladung zum Mahl verweigerst, verweigerst du das Heil, du wirst nicht gerettet.
Und die beiden wichtigsten Hindernisse, um nicht dieser Einladung zu folgen, sind der Bauch und die Frau. Dies lesen wir auch in der Erzählung vom Sündenfall des Menschen.
Der Sündenfall
In Bereshit (1.Mose/Genesis), Kapitel 3, steht:
"Nun wurde die Schlange listiger als alles Lebendige des Feldes, das YHWH Elohim gemacht hatte; und sie sagte zu der Frau: Sicherlich hat Elohim gesagt: Ihr sollt von jedem Baum des Gartens nicht essen! 2 Und die Frau sagte zur Schlange: Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. 3 Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Elohim gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt! 4 Und die Schlange sagte zu der Frau: Nein, sterben, ihr werdet nicht sterben! 5 Sondern Elohim weiß, dass von dem Tag an, an dem ihr davon essen werdet, eure Augen geöffnet sein werden, und ihr werdet wie Elohim werden, erkennend, was gut oder schlecht ist. 6 Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Begierde für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, um Gelingen zu haben. Und sie nahm von seiner Frucht und aß; und sie gab (davon) auch ihrem Mann mit ihr und er aß. 7 Und ihrer beider Augen wurden geöffnet, und sie wussten, dass sie nackt waren. Und sie nähten Blätter des Feigenbaums zusammen und machten sich Gürtel."
Wiederum erfahren wir hier von der Verführung durch die Frau und den Bauch. Die Verantwortung dafür, dass sich die Situation so entwickelte, hatte aber der Mann. Dieser hatte es versäumt, seine Frau das ihm gegebene Wort Elohims richtig weiterzugeben! In Kapitel 2, Verse 15 bis 17 lesen wir nämlich:
"Und YHWH Elohim nahm den Menschen und ließ ihn ausruhen im Garten Eden, ihn zu bearbeiten und ihn zu bewahren. 16 Und YHWH Elohim gab dem Menschen dieses Gebot und sagte: Essen, du sollst essen von jeglichem Baum des Gartens. 17 Aber vom Baum der Erkenntnis was gut oder schlecht ist, davon sollst du nicht essen, denn am Tag, an dem du davon isst, sterben, wirst du sterben."
Zu dieser Zeit war der Mensch noch allein. Seine andre Hälfte, Chavvah (Eva), die Frau, war noch nicht gebaut, als der Herr YHWH sein Gebot an Adam gab. Somit war ihm die Aufgabe übertragen, dieses Gebot seiner Frau ordentlich zu lehren.
Diese Gelegenheit hat die Schlange genutzt und den Menschen verführt: Die Begierde des Menschen war da, sie wollten essen. Sie wollten werden wie Elohim und dadurch wurde die Frau und mit ihr der Mann in Okkultismus geführt. Adam war nun kein Chef mehr, er starb geistlich. Durch diese Sünde ist alles Böse in die Welt gekommen: Mord, Betrug, Rassismus, Unterdrückung und vieles mehr und letztendlich auch der Tod, also die Sterblichkeit des Menschen. Diese eine Handlung hatte so große und weitreichende Auswirkungen für die gesamte Menschheit! Auch wir müssen daher bei unseren Handlungen oder Unterlassungen gut überlegen, welches Erbe wir hinterlassen.
Wäre Yehoshua beispielsweise damals der Aufforderung seines geliebten Jüngers Petros nachgekommen, nicht zu sterben, wäre die gesamte Menschheit nicht gerettet worden und weiterhin dem Tod preisgegeben gewesen! Der Herr hat uns in diesem Zusammenhang gezeigt, wie man mit der Hinterlist der Schlange umgeht. Er sagte zu Petros: Hinter mich, Satan! Obwohl er Petros geliebt hat, war er nicht in Emotionen verstrickt.
Exkurs: der Tod
Es gibt 3 Arten von Tod:
- den geistlichen Tod: Menschen, die schon als lebende Leichen auf der Erde wandeln, weil sie Yehoshua (noch) nicht als ihren Erlöser angenommen hatten.
- den physischen Tod
- den sogenannten Zweiten Tod: der Feuersee (Wenn ein Kind Elohims stirbt, nehmen ihn die Engel mit in den Himmel; wenn ein anderer Mensch stirbt, bringen ihn die Engel in den Feuersee).
Die Selbstverleugnung
Im Lukasevangelium, Kapitel 14, Verse 25 bis 26, spricht Yehoshua von dem schwierigen Thema, sich selbst zu verleugnen:
"25 Doch große Menschenmengen reisten mit ihm. Und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, noch dazu aber auch seine eigene Seele, kann er nicht mein Jünger sein."
Diese Anweisung hört sich zwar relativ einfach an, aber es ist kein Spiel, sich selbst zu verleugnen.
Umgang mit der Familie
Die Familie "hassen" hat nichts mit echtem Hass oder Ablehnung zu tun. Es ist ein Vergleich zwischen Liebe zur Familie und Liebe zum Herrn. Du sollst, wenn es darauf ankommt, dem Herrn folgen, anstatt den Familienmitgliedern.
Du musst diejenigen verlassen, die dich zur Welt gebracht und dich großgezogen haben. Sie sind trotz ihrer großen Sorge um dich nicht dein Elohim auf der Erde!
Wenn du immer auf die Familie hörst und bei allen Angelegenheiten hilfst, kannst du an ihren Sünden teilnehmen. Familienmitglieder tun und fordern nämlich auch Dinge, die den Herrn nicht ehren, nicht in seinem Willen liegen. Hinter vielen Aktionen und Praktiken steht der Teufel.
Wenn du beispielsweise deine Kinder so "hasst", wie im Bibelvers, wirst du sie auch nicht einfach heiraten lassen, wen sie wollen. Der Vater muss einverstanden sein, weil er tun möchte, was Yehoshua ihm zeigt!
Ein anderes Beispiel dafür, deine Familie zu "hassen", wie es im Bibelvers heißt, ist es, wenn du vom Herrn auf Mission gesendet wirst. Du musst in diesem Moment deine Familie verlassen, auch wenn es hart ist und es vielleicht ein Problem, wie Krankheit, zu Hause gibt. Es ist nicht einfach, wegzugehen, wenn du deine Frau weinen siehst. Jedoch muss dein Vertrauen in den Herrn stärker sein, dass er sich um deine geliebten Menschen kümmern wird, wenn du seinem Auftrag folgst.
Es darf – um ein weiteres Beispiel zu nennen – auch nicht so weit kommen, dass eine Frau wegen ihres Mannes nicht mehr beten kann oder will, weil sie ihn mehr liebt als den Herrn.
Das Gleichnis von der Hochzeit
Im Matthäusevangelium, Kapitel 22, lesen wir ebenso von der Einladung zu einer Hochzeit.
"Und Yehoshua antwortete und redete erneut in Gleichnissen zu ihnen und sprach: 2 Das Reich der Himmel ist mit einem Menschen, einem König, vergleichbar, der für seinen Sohn eine Hochzeit veranstaltete. 3 Und er sandte seine Sklaven aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen, aber sie wollten nicht kommen. 4 Er sandte noch andere Sklaven aus und sprach: Sagt den Geladenen: Siehe, ich habe mein Mahl bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit, kommt zur Hochzeit! 5 Sie aber gingen nachlässig weg, und zwar der eine auf seinen eigenen Acker, der andere an seinen Handel."
Die Leute, die ablehnen, verweigern ihre Ewigkeit mit dem Herrn. Der Herr hat nichts gegen Materielles. David war auch materiell gesegnet. Es geht jedoch um die Herzenshaltung diesen Sachen gegenüber. In 1.Timotheos 6,10 wird uns gesagt: "Denn die Wurzel aller Übel ist die Geldliebe. Einige sind, sich nach dieser sehnend, vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst mit vielen Schmerzen durchstochen."
Wir lesen weiter von der Hochzeitseinladung:
"6 Und die übrigen ergriffen seine Sklaven, misshandelten sie und brachten sie um. 7 Doch der König wurde zornig, als er es hörte. Und er sandte seine Heere aus, brachte diese Mörder um und steckte ihre Stadt in Brand. 8 Dann sprach er zu seinen Sklaven: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. 9 Geht deshalb auf die Kreuzungen der Landstraßen und so viele ihr finden werdet, ladet sie zur Hochzeit ein! 10 Da gingen diese Sklaven hinaus auf die Landstraßen und brachten all diejenigen zusammen, die sie fanden, sowohl Böse als auch Gute, und die Hochzeit füllte sich mit am Tisch Liegenden. 11 Als aber der König hereinkam, um die am Tisch Liegenden anzusehen, sah er da einen Menschen, der nicht mit einem Hochzeitsgewand bekleidet war."
Das Hochzeitskleid
Wie willst du zur Hochzeit ohne Hochzeitskleid gehen? Was ist überhaupt dieses Hochzeitskleid?
"6 Und ich hörte (es) wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie eine Stimme vieler Wasser und wie eine Stimme mächtiger Donner, die sprachen: Hallelu-Yah! Denn der Herr, unser Elohim, der Allmächtige, regiert. 7 Lasst uns fröhlich sein und frohlocken und ihm Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich vorbereitet. 8 Und es wurde ihr gegeben, dass sie sich in feines Leinen, glänzend und rein, kleidet. Denn das feine Leinen ist die Gerechtigkeit der Heiligen. 9 Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig (sind) diejenigen, die zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen sind! Und er spricht zu mir: Dies sind Elohims wahre Worte." (Offenbarung/Apokalypsis 19,6-9)
Die Gerechtigkeit sind alle geistlichen Taten, die man für den Herrn vollbringt, einschließlich der Formung seines Charakters, damit die Früchte des Geistes zu sehen sind.
Israel und die Heidenchristen
Die Gleichnisse sprechen immer von Realitäten. "10 Da gingen diese Sklaven hinaus auf die Landstraßen und brachten all diejenigen zusammen, die sie fanden, sowohl Böse als auch Gute, und die Hochzeit füllte sich mit am Tisch Liegenden."
Hier sind Israel und die Nationen gemeint. Eigentlich hatte Israel die Offenbarung Elohims, aber nun haben auch die Heidenvölker Zugang zum Himmel. Man nennt sie "die Nationen". Am Kreuz von Golgatha ist die Feindschaft zwischen beiden zunichte gemacht worden: „Und er versöhnte die beiden in einem Leib mit Elohim durch das Kreuz. Durch dieses zerstörte er die Feindschaft." (Epheser 2,16) [3]
Der Herr bereitet seine Gemeinde vor dem Hochzeitsmahl im Hintergrund vor. Diese besteht nun sowohl aus Christen aus den Juden als auch Christen aus den Nationen. Diese vereinte Gemeinde wird entrückt werden.
Exkurs: Das zweite Kommen des Herrn nach dem Hochzeitsmahl
"10 Und ich fiel zu seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er spricht zu mir: Nein, Achtung! Ich bin dein Mitsklave und der deiner Brüder, die das Zeugnis Yehoshuas haben. Bete Elohim an! Denn das Zeugnis Yehoshuas ist der Geist der Prophezeiung. 11 Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf sitzt (heißt) TREU und WAHR, und er richtet und kämpft in Gerechtigkeit. 12 Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe. Er hat einen Namen geschrieben, den niemand kennt, außer er selbst. 13 Und er ist mit einem in Blut getauchten Mantel bekleidet, und sein Name heißt: Das Wort Elohims." (Offenbarung/Apokalypsis 19,10-13)
Hier ist vom zweiten Kommen des Herrn die Rede, bei dem er Israel wiederherstellen wird. Nach der biblischen Prophetie wird der Herr in Israel zurückkommen und bei seinem Kommen den Fuß auf den Ölberg setzen (siehe Sacharia/Zekaryah 14,4). Deshalb wollen die anderen Nationen als Folge des Planes Satans auch Israel zerstören.
Der Himmel als Ziel: eigene Rettung und Rettung der Seelen
Der Blick der ersten Christen war auf den Himmel gerichtet, nicht auf die Erde. Aber was ist mit den heutigen Christen? Nach 5 Minuten Gebet schlafen sie schon ein, weil sie den Himmel gar nicht mehr lieben. Sie beugen sich vor anderen Menschen. Paulos wurde zum Himmel entrückt. Yohanan sah auch den Himmel. Wir sind heute weit von solch großen Offenbarungen entfernt. Kleinigkeiten aus dem Alltagsleben werfen uns schon aus der Bahn!
Was ist das Ziel des Christenlebens? Nicht Ehe oder Familie, nicht materieller Wohlstand oder ein voller Kühlschrank, sondern der Himmel. Das Endziel des Glaubens ist der Himmel, die Rettung der Seelen, wie uns der Apostel Petros bestätigt: "Dabei empfangt ihr das Endziel eures Glaubens, das Heil der Seelen" (siehe 1.Petrus 1,9).
Wenn dir also der Herr im Laufe deines Lebens einen Ehepartner gibt, dann geh weiter mit dem Herrn! Wenn er dir Kinder gibt, dann geh weiter mit dem Herrn! Wenn er dir Wohlstand schenkt, gehe weiter mit Yehoshua auf den Himmel zu!
Zwang zur Arbeit
Wir sind auf Mission auf der Erde und zur gelegenen Zeit gehen wir weg. Wir haben zwar die Einladung für den Himmel, aber wir sollen zu diesem Zweck hier auf der Erde auch arbeiten! Das Ende ist da, die Welt ist kaputt! Wir müssen uns für die Entrückung vorbereiten. Spricht man zu Menschen über den Himmel, lädt man diese zum Hochzeitsmahl des Lammes ein.
Wir müssen uns zwingen, zu arbeiten. Die Kälte wird uns einfrieren, wenn wir nicht aufstehen und fleißig werden. Sogar, wenn der Fuß weh tut, müssen wir weitergehen. Egal welches Problem, wir arbeiten weiter für den Herrn, wenn nötig gewaltsam. "Aber von den Tagen Yohanan des Täufers an bis jetzt wird das Reich der Himmel erzwungen, und Bezwinger reißen es an sich" (Matthäus/Mattithyah 11,12). Die Gewalt richtet sich dabei nicht gegen andere Menschen, sondern gegen unser eigenes Fleisch, das immer die Tendenz zur Bequemlichkeit und zum "einfachen Weg" hat.
Der Herr wird noch Arbeiter aller Hautfarben in die Ernte senden, Leute mit Eifer und mit großen Gaben. Wir sind daher angehalten, in unserer Fahrt noch mehrere Gänge raufzuschalten, um nicht disqualifiziert zu werden. Wir befinden uns nämlich in einem Wettlauf: "24 Wisst ihr nicht, dass diejenigen, die im Stadion laufen, nämlich alle laufen, aber nur einer den Preis erhält? Lauft so, dass ihr ihn erhaltet. 25 Aber alle, die in sportlichen Spielen kämpfen, sind in allen Dingen selbstbeherrscht, und sie tun es tatsächlich, um eine vergängliche Krone zu erhalten, doch wir eine unvergängliche." (1.Korinther 9,24-25)
Wenn du die Einladung des Herrn empfängst, darfst du keine Ausreden finden, sondern musst anfangen zu laufen!
Die irdische Arbeit ist wichtig, aber die Arbeit des Herrn ist wichtiger.
Deshalb dürfen wir das Werk des Herrn nicht vernachlässigen. Im Evangelium des Mattithyah, Kapitel 6, Vers 33, lesen wir: "Sucht aber zuerst Elohims Reich und seine Gerechtigkeit, und diese Dinge werden euch alle hinzugefügt werden." Es ist zum Beispiel nicht verkehrt, den Kindern ein Erbe zu lassen. Aber es ist besser, ein geistliches Erbe zu hinterlassen. Je mehr du den Herrn liebst, umso besser kannst du mit deiner Frau und deinen Kindern umgehen oder umso mehr hältst du das Gebot, die Eltern zu ehren. Der Herr gibt dir nämlich dann mehr Weisheit.
Die Disqualifizierung
- Wenn du für eine Arbeit missioniert bist, aber diese nicht machen willst, weil du nachlässig und faul bist, sucht der Herr jemand anderen. Du kannst bei deinem Tod gerettet werden, wenn du Kind Elohims bleibst bekommst aber dann keine Krone, also Belohnung.
- Wenn du aber disqualifiziert wirst, weil du sündigst, wirst du auch nicht gerettet.
Für die heutige Generation ist der Herr leider nicht mehr die Priorität. Tun wir das, was wir für uns selber tun, auch für den Herrn? Wir haben den Herrn verdrängt und das Herz Yehoshuas weint und blutet. Der Herr sagt: Mein Kind hat so viel Gnade, aber was tut es für mich?
Wir sollen nicht immer andere Leute arbeiten lassen oder uns denken, die anderen könnten die Aufgabe besser erfüllen. Deutschland müsste normalerweise schon viel weiter sein mit dem Werk Elohims. Hören wir mit der Faulheit auf, jetzt ist die Zeit.
Die Einheit der Christen
Ein wichtigstes Kriterium für das Gelingen des Werkes Elohims ist neben des persönlichen Glaubens an Elohim die Gemeinschaft der Gläubigen. Ein Hochzeitsmahl ohne weitere liebe Gäste wäre auch recht langweilig.
"Also dann – wenn wir Zeit haben, lasst uns das Gute gegenüber allen ausüben, hauptsächlich aber gegenüber denen, die zur Glaubensfamilie gehören." (Galater 6,10)
Segen in der brüderlichen Gemeinschaft
Wir lesen in Psalm 133, wie wichtig es während des Weges auf der Erde ist, echte Gemeinschaft mit Geschwistern im Glauben zu haben. "1 Ein Stufenlied von David. Schau, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! 2 Wie das gute Öl auf dem Haupt, das heruntergeht auf den Bart, den Bart Aarons, das heruntergeht auf die Öffnung seiner Kleider; 3 wie der Tau des Hermon, der heruntergeht auf die Berge Zions; denn dort hat YHWH den Segen verordnet, Leben bis in Ewigkeit."
Man spricht hier von Brüdern und Schwestern im Herrn, nicht von der Gemeinschaft mit Ungläubigen. Da wo Einheit ist, ist das Öl, das ist der Heilige Geist, die Salbung. Das ist der Tau, das Wasser, das Wort. Dieses wichtige Prinzip dürfen wir niemals außer Acht lassen, wenn es um die Arbeit des Mashiah auf der Erde geht. Durch Zusammenarbeit fließt die Salbung und umso mehr Seelen können für den Himmel gewonnen werden.
Wir erfahren dies auch in der Apostelgeschichte: „32 Doch die Menge derjenigen, die gläubig geworden waren, war ein Herz und eine Seele. Und nicht einer von ihnen sagte, dass etwas von seinen Gütern ihm selbst gehöre, sondern es gehörte ihnen alles gemeinsam. 33 Und die Apostel legten mit großer Kraft das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Yehoshua ab. Und große Gnade war auf ihnen allen. 34 Denn es war auch keiner bedürftig unter ihnen, denn alle, die Eigentümer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Preis des Verkauften. 35 Und sie legten ihn zu Füßen der Apostel hin. Da wurde an jeden so ausgeteilt, wie sein Bedarf war.“ (Kapitel 4,32-35)
Niemand beabsichtigt hier, aufgrund dieser Bibelstelle eine neue Doktrin aufzustellen und den Verkauf aller persönlichen Güter zu verlangen und proklamieren! Was nämlich die Gläubigen damals gemacht hatten, war entsprechend ihrer eigenen Überzeugung, da wir auch lesen, dass sie sehr große Gnade hatten. Tatsache ist jedoch, dass es heute in der Gemeinde keine Zeichen und Wunder mehr gibt, weil jeder in die eigene Tasche wirtschaftet. Das Teilen ist nicht mehr an der Tagesordnung. Diese Verse sollen uns daher lediglich als Beispiel dafür dienen, welche hohe Qualität die Gemeinschaft der ersten Christen hatte und dass diese Einheit als Grundlage der Evangelisierung Vieler gesehen werden kann.
Aus eben diesem Grund ist Satan gegen Einheit. Das beginnt in der Ehe, wo diese Einheit essenziell ist. Hier ist übrigens die Gemeinschaft der Güter nach wie vor Bedingung und auch Folge einer funktionierenden Ehegemeinschaft.
Fluch der Zerstörung der Gemeinschaft
Es gibt mehrere Faktoren, welche die Gemeinschaft der Gläubigen zerstören. Satan hat ein leichtes Spiel mit unseren ohnehin schon korrupten Herzen, um dieses Ziel zu erreichen. Da gibt es Vorurteile, Eifersucht, Unehrlichkeit, Heuchelei, Verleumdung, Stolz, Missverständnisse, Unversöhnlichkeit, Sektiererei, Gier und Habsucht und vieles mehr…[4]
Die Stelle aus dem 2.Timotheos, Kapitel 3, Verse1 bis 5, schildert es passend:
"Dies aber sollst du wissen: Dass in den letzten Tagen schwer zu ertragende Zeiten gegenwärtig sein werden, 2 denn die Menschen werden selbstverliebt sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 3 ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, grausam, gegen das Gute und den guten Menschen, 4 Verräter, Voreilige, Aufgeblasene, mehr das Vergnügen Liebende als Elohim Liebende. 5 Sie haben eine Form der Frömmigkeit, verleugnen aber deren Kraft. Wende dich aber ab von diesen!"
Hier lesen wir, dass die Menschen, auch sogenannte Christen, mit eigenen Interessen beschäftigt sind. Das Geben sollte nämlich eigentlich ein Lebensstil sein, nicht nur ab und zu, um das Gewissen zu beruhigen. Wenn man allerdings undankbar ist, erhält man zwar alles vom Herrn, aber man tut weder etwas für das Werk des Herrn, noch zeigt man sich anderen Menschen gegenüber dankbar.
Der Rücken
Eine schöne Erinnerung daran, wie wichtig brüderliche Gemeinschaft ist, bietet uns die sehr bekannte Waffenrüstung eines Christen aus Epheser, Kapitel 6. [5] Praktisch alle Körperteile sind geschützt, außer der Rücken. Warum? Deinen Rücken muss dir dein Bruder freihalten. Er ist dafür verantwortlich, dass dir niemand das Schwert in den Rücken stoßt und er schützt deinen Rücken. Dasselbe ist deine Aufgabe für den Bruder. Niemals darfst deshalb deinen Geschwistern in den Rücken fallen, immer musst du für sie beten!
Das Negativbeispiel der Endzeit-Gemeinde von Laodikeia
In den Versen 14 bis 19 aus der Offenbarung 3 erfahren wir, dass diese "Gläubigen" mehr die Welt als das Wort lieben. Diese Leute werden daher als lauwarm bezeichnet:
"14 Schreibe auch dem Engel der Versammlung der Laodikeier: Dies sagt der Amen, der treue und wahre Zeuge, der Anfang der Schöpfung Elohims: 15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Wärst du doch kalt oder heiß! 16 Also, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, so bin ich im Begriff, dich aus meinem Mund auszuspucken. 17 Weil du sagst: Ich bin reich und habe mich bereichert und brauche nichts, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich und arm und blind und nackt bist. 18 Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen, verbrannt mit Feuer aus dem Feuer, damit du reich wirst, und weiße Mäntel, damit du bekleidet wirst, und die Schande deiner Nacktheit nicht offenbar wird, und Augensalbe, um deine Augen zu salben, damit du siehst. 19 Ich tadle und lehre alle, die ich lieb habe. Sei also eifrig und kehre um!"
Denken wir zurück an die erste Ausrede, um nicht der himmlischen Berufung zu folgen: den Bauch. Diese Christenversammlung war anscheinend wohlhabend. Sie hatten im Überfluss zu essen, aber der Herr bezeichnet sie hier als arm im Geist. Diese Gemeinde ist geistlich blind. Die Christen sind nachlässig und erledigen nicht mit Eifer, was man ihnen aufträgt. Wer wird demnach errettet werden?
Persönliches Gebet und Ausblick
Dein Gebet soll ab jetzt dieses sein: „Herr, ich will nicht so wie die Leute aus Laodizäa sein. Ich will die gleiche Investition für das Reich des Herrn machen, wie für meine eigenen Bedürfnisse!“
Alles, was du nämlich für den Herrn tust, wird dir folgen in die Ewigkeit. Die übrigen irdischen Bestrebungen werden bleiben, sie schaffen es nicht bis in den Himmel. Dorthin gelangen mit dir nur die Werke für Yehoshua. Denken wir doch nur an die Briefe, die Paulos an die Gemeinden aus Liebe zum Herrn und zu den Geschwistern geschrieben hat. Damals hätte dieser Mann wohl niemals gedacht, dass seine Briefe noch 2000 Jahren später den Gläubigen aller Welt zur Auferbauung und Ermahnung dienen. Wir profitieren bis heute von den Werken unserer längst verstorbenen Brüder. Welche Seelen werden von deinen Liebeswerken profitieren?
[1] Die Gemeinde Mashiahs (Christi) ist die Versammlung aller Gläubigen der ganzen Welt an Yehoshua ha Mashiah (Jesus Christus), sowohl der Verstorbenen vergangener Jahrhunderte als auch der momentan auf der Erde Lebenden. Man nennt sie in der Bibel auch die Braut des Lammes oder den Leib Christi. Der Leib Christi (Mashiahs) besteht aus unterschiedlichen Gliedern, also Körperteilen, die jedoch alle gemeinsam haben, dass sie schon auf der Erde für den Herrn ausgesondert werden/ wurden als dem Herrn Gehörende.
[2] siehe 1.Kor 9,24-25
[3] Sehr empfehlenswert zu lesen ist das Kapitel 2 des Epheserbriefes. Drei Punkte werden hier angesprochen: Erstens unsere Unverdientheit der Erlösung und Verlorenheit als Sünder (besonders aus den Nationen, also Nichtjuden), zweitens unsere Rettung (Erlösung) aus Gnade und drittens die Veröhnung der Heidenchristen und Judenchristen durch das Kreuz.
[4] Lies dazu auch die wichige Stelle zum Thema "Das menschliche Herz" im Markusevangelium 7,14 bis 23.
[5] gerne selbst nachlesen