Der Eifer für den Herrn

Der Eifer für den Herrn

Veröffentlicht am

04/02/2026

Typ

Artikel

Zusammenfassung

Der Eifer für den Herrn

(Alle Bibelverse und Namen wurden der deutschen Ausgabe der Bibel von Yehoshua Mashiah entnommen)

 

 

"Da erinnerten sich seine Jünger daran, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt" (Johannes/Yohanan 2,17)

1)     Was ist Eifer?

Im Wörterbuch wird Eifer definiert als 

  1. ernsthaftes Bemühen, Verfolgen eines Ziels
  2. Begeisterung für eine Sache
  3. aufgeregte Eile [1]

Das altgiechische Wort für „Eifer“ heißt zelos. Dieses Wort meint ursprünglich, dass man sich um eine Sache oder einen Menschen so leidenschaftlich sorgt, dass dadurch eine hitzige Erregung entsteht, sei es positiv als Eifer oder negativ als Eifersucht. Diese Hitze oder Glut im positiven Sinn ist die Begeisterung und Leidenschaft des Geistes, auch beim Verteidigen von etwas oder jemandem. Das kann man auch Enthusiasmus nennen. Im anderen Sinn kann zelos auch Eifersucht bedeuten, entweder von Menschen, aber auch Elohims (Gottes) Eifersucht.

 


"14 Und er fand im Tempel Rinder-, Schaf-, Taubenverkäufer und Geldwechsler vor, die dort saßen. 15 Und er machte eine Peitsche aus kleinen Stricken und verjagte sie alle aus dem Tempel, samt den Schafen und Rindern. Er verstreute das Geld der Geldwechsler und stieß die Tische um. 16 Und er sprach zu den Taubenverkäufern: Nehmt diese Sachen von hier weg! Und macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle. 17 Da erinnerten sich seine Jünger daran, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt" (Johannes/Yohanan 2,14-17)

2)     Der verzehrende Eifer

Die Menschen damals dachten sicher, dieser Mann, der die Händler aus dem Tempel peitschte, sei verrückt. Es war aber ein Eifer für den Herrn, ja auch ein Eifer des Herrn. Die Sorge darum, dass der Tempel verschmutzt sei, war zu groß! Wo ist aber dieser Eifer, für den Herr einzutreten, bei uns? Der Eifer muss wie ein Feuer sein, das nicht aufzuhalten ist.

 


"26 Denn wenn wir absichtlich sündigen, nachdem wir die präzise und korrekte Kenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Opfer für Sünden mehr übrig, 27sondern so ein furchterfülltes Erwarten des Gerichts und Glut eines Feuers, das im Begriff ist, die Gegner zu verzehren" (Hebräer 10,26-27)

3)     Gericht

Das oben erwähnte Wort zelos wird in dieser Bibelstelle mit "Glut" übersetzt. Der Eifer des Herrn wird somit mit einer Feuersglut verglichen, die alles verzehrt, was entgegensteht. Dies war derselbe Eifer, der Yehoshua bei der Säuberung des Tempels antrieb. Dieser Eifer richtet die Werke der Finsternis. Er muss aber klar vom falschen Eifer abgegrenzt werden, von dem wir in den folgenden Versen lesen.

 


 "13 Wer ist weise und intelligent unter euch? Er zeige aus einem guten Verhalten seine Werke in Sanftheit der Weisheit. 14 Aber wenn ihr bitteren Eifer und einen parteiischen Geist in euren Herzen habt, brüstet euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit. 15 Denn diese ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, sinnlich und teuflisch. 16 Denn da, wo Eifersucht und ein parteiischer Geist ist, herrschen Unordnung und alle Arten von bösen Taten" (Jakobus/Yaakov 3,13-16)

4)     Der bittere Eifer

Es gibt einen falschen, bösartigen Eifer. Dieser beginnt im Herzen, weil in Markos 7 geschrieben steht, dass alle Dinge aus dem Herzen kommen. Die Person mit bitterem Eifer hat ein Problem im Herzen, sie ist gefangen und braucht Befreiung, weiß dies aber nicht. Paulos hatte beispielsweise auch den Eifer für die Torah, das jüdische Gesetz, noch bevor er sich zu Yehoshua bekehrte. Er war 100% Eiferer und hatte riesige Leidenschaft für seine Sache, aber in eine falsche Richtung. Dort fand man keine Weisheit, keine Liebe. 

 


"1 Brüder, das Wohlwollen meines Herzens und mein Flehen zu Gunsten Israels zu Elohim betrifft das Heil. 2 Denn ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Elohim haben, aber nicht nach präziser und korrekter Erkenntnis. 3 Denn da sie Elohims Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten suchten, haben sie sich der Gerechtigkeit Elohims nicht untergeordnet" (Römer 10,1-3

5)     Eigene Gerechtigkeit oder Elohims Gerechtigkeit?

Wenn wir unser Herz genau erforschen, werden wir feststellen, ob wir unsere eigene Gerechtigkeit aufstellen wollen oder Elohims Gerechtigkeit. Wollen wir jemandem die Wahrheit sagen, stellen wir uns doch die Frage: Sprechen wir, um uns zu rechtfertigen oder uns zu zeigen oder sprechen wir, um die Sache des Herrn zu verteidigen?

Hat man den bitteren Eifer, scheut man nicht davor zurück, anderen Menschen wehzutun, um seine eigene Sache, sein eigenes Ansehen, seine eigene Position zu verteidigen. (Ja, es stimmt, dass sich Menschen immer in ihren Gefühlen verletzt fühlen werden, sogar wenn jemand ihnen die Wahrheit sagt. Davon sprechen wir nicht.) Um jedoch wahren vom falschen Eifer zu unterscheiden, muss man untersuchen, ob es um die Sache des Herrn oder um das eigene Ego geht. So gibt es Leute, die haben Eifer dafür, den anderen bloßzustellen. Sie tun, was sie tun, nicht aus Liebe zum Herrn, sondern nur um zu zeigen, dass sie Recht haben und der andere im Unrecht ist. Genau das ist der „bittere Eifer“. Diese Art von Eifer bringt Spaltung, weil es ein parteiischer Geist ist. Der bittere Eifer ist beispielsweise auch rassistisch. Er stellt sich selbst als besser hin. Achten wir auf unsere Herzen!

 

 

"15 Und wenn dein Bruder gegen dich gesündigt hat, dann geh hin, tadle ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, dann nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen jede Sache bestätigt werde. 17 Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Versammlung. Wenn er aber auch auf die Versammlung nicht hören wird, so sei er für dich wie der Heide und der Zöllner" (Matthäus/Mattithyah 18,15-17)

6)     Seinen Bruder gewinnen

In diesen Versen wird uns gezeigt, wie man den Bruder gewinnen kann, also (zurück) gewinnen für Yehoshua und nicht für einen anderen Zweck. Es ist darum so wichtig, dass unser Herz rein ist, auch wenn es unter Geschwistern etwas zu regeln gibt. Wenn demnach zwei Personen es nicht schaffen, sich zu vergeben und sich wieder miteinander zu vertragen, handeln sie im bitteren Eifer. Sie sind nicht bekehrt und man nennt diese Art von falschem Eifer auch Hexerei, der parteiische Geist ist dann am Werk.

 

 

"14 Schreibe auch dem Engel der Versammlung der Laodikeier: Dies sagt der Amen, der treue und wahre Zeuge, der Anfang der Schöpfung Elohims: 15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Wärst du doch kalt oder heiß! 16 Also, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, so bin ich im Begriff, dich aus meinem Mund auszuspucken. 17 Weil du sagst: Ich bin reich und habe mich bereichert und brauche nichts, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich und arm und blind und nackt bist. 18 Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen, verbrannt mit Feuer aus dem Feuer, damit du reich wirst, und weiße Mäntel, damit du bekleidet wirst, und die Schande deiner Nacktheit nicht offenbar wird, und Augensalbe, um deine Augen zu salben, damit du siehst. 19 Ich tadle und lehre alle, die ich lieb habe. Sei also eifrig und kehre um!" (Offenbarung/Apokalypsis 3,14-19)

7)     Lauheit ablegen

Wir leben in einer Zeit, in der wir unsere Kraft als Kinder des Herrn und unseren Eifer verlieren, wenn wir uns nicht zum Herrn bekennen. Die Dinge für den Herrn interessieren uns nicht mehr so sehr. Wir müssen auch immer wissen, dass es nicht unsere Programme im Kopf sind, welche die Saat wachsen lassen. Wir fühlen uns gut organisiert, ja überlegen. So wie die soeben beschriebene Gemeinde in Laodizäa. Unsere Denkweise hier zerstört unseren Glauben. Die Flexibilität fehlt bei vielen Menschen in Deutschland. Die Christen gehen ihren eigenen Plänen nach und fühlen sich reich dabei. Findet zum Beispiel Bibellehre statt, wollen die Menschen genau die geplanten Stunden einhalten und werden nervös, sobald die vorgeplante Zeit etwas überschritten wird. Der Eifer lässt nach. Wir sollen aber bereitstehen und brennen. Der Herr soll mit uns tun können, was er will. Wir sollen umkehren.

 


"10 Denn der Schmerz entsprechend Elohim bewirkt eine Umkehr zum Heil, aber der Schmerz der Welt bewirkt den Tod. 11 Denn seht dies: Dass genau die Traurigkeit entsprechend Elohim solchen Fleiß in euch bewirkt hat! Und solche Verteidigung! Und solche Empörung! Und solche Furcht! Und so großes Verlangen! Und solchen Eifer! Und solche Rache! Ihr habt euch in dieser Angelegenheit in jeder Hinsicht als rein bewiesen" (2.Korinther 7,10-11)

8)     Harter Boden – viel Arbeit

Nicht alle Böden sind gleich. Es gibt Regionen, dort wirft man Saat aus und es fängt ohne Mühe an, zu wachsen. Es gibt jedoch andere Orte, da muss man richtig umackern, eggen, gießen, Unkraut jäten, bevor endlich etwas wächst. Auf solchem Boden befinden wir uns in diesem Land. Wie in der soeben genannten Bibelstelle brauchen wir deshalb solchen Fleiß und solche Verteidigung, solche Empörung, solche Furcht, solches Verlangen, solchen Eifer, solche Rache für die Sache des Herrn. 
 

 

"27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein. 28 Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Ausgaben, ob er das fertigstellen kann, 29 damit er es nicht etwa nach der Grundlegung nicht vollenden kann, und alle, die es sehen, beginnen ihn zu verspotten 30 und zu sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und vermochte nicht, es fertigzustellen" (Lukas 14,27-30)

9)     Anfänglichen Eifer wieder aufnehmen

Wo ist unser Eifer? Wir erinnern uns, als wir mit dem Herrn angefangen hatten. Wie eifrig waren wir da. Wir kommen in eine Phase, in der wir nicht mehr aufgeben dürfen. Um jetzt und hier einen Durchbruch mit dem Herrn zu haben, muss man richtig tief gehen, graben, durchkämpfen, sonst verliert man seine Leidenschaft und seinen Eifer und zum Schluss hat man "keinen Bock mehr". Wenn wir nicht standhaft sind, wird es sehr hart sein, in Zukunft Früchte zu sehen. Beten wir, dass wir wieder von dieser Leidenschaft für den Herrn erfüllt sind.

 


"Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen" (Psalm 69,10)

10)     Verfolgung erdulden

Das Wort Schmähungen aus obigem Vers ist ein anderes Wort für Beleidigungen und Verspottungen. Es bedeutet auch Verachtung und Verfolgung. Da sich der eifrige Christ ganz klar positioniert, muss er die Opposition des gegnerischen Lagers aushalten. Der reife Christ freut sich über die Schmähungen, weil er sich erinnert, dass er wie sein Herr bzw. für seinen Herrn leiden darf. Yehoshua helfe uns, diese Einstellung zu bekommen!

 

 

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[1] https://de.wiktionary.org/wiki/Eifer

Tags

#Eifer #eifrig #fest #verwurzelt #Glaube